JHV 2016: 20-jähriges Bestehen 2016 im Mittelpunkt der Museumsarbeit

Förderverein zog Bilanz des Museumsjahres 2015/2016

Bericht und Bilder: Dieter Graulich

Die Besucherzahl aus dem Jahre 2014 mit 3.534 konnte im letzten Jahr nicht erreicht werden, bedauerte Vorsitzender Andreas Rüb in seinem Bericht 2015. Mit einem Rückgang von rund zehn Prozent habe nun auch der Trend rückläufiger Besucherzahlen, wie sie zum Teil in anderen Museen schon im Vorjahr zu verzeichnen waren, jetzt auch das „Museum im Vorwerk“ erreicht. Insgesamt kamen 3.182 Besucher.

In seinem Rückblick im Klassenzimmer der historischen landwirtschaftlichen Berufsschule ging der Vorsitzende dann auf die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen des abgelaufenen Museumsjahres ein. Als „Zugpferde“ hob er dabei Ostereiermarkt, Herbstmarkt und den Kunsthandwerker- und Hobbykünstlermarkt „Advent im Museum“ sowie das „Hexenwerk im Vogelsberg“ hervor.

Der neue Vorstand
Stellvertretender Vorsitzender Andreas Rüb, Vorsitzende Heike Erbes und Bürgermeister Edwin Schneider, der Kraft Amtes dem Vorstand angehört. Es fehlen Rechner Steffen Höhl und Schriftführerin Daniela Wolf

Rüb bezog dann auch das Jubiläumsjahr 2016, in dem das 20-jährige Bestehen des „Museum im Vorwerk“ gefeiert wurde mit in den Rückblick ein. So gab es, neben den Zugpferden aus dem Vorjahr, einen Mundart-Abend von Jochen Rudolph unter dem Motto: „Ommaasch an Brodhäckers Karl“, der sehr gut besucht war. Vom 27. August bis 9. Oktober schloss sich die Ausstellung „Wir werden 20“ an und am 8. Oktober gab es die offizielle Feierstunde zum 20-jährigen Jubiläum. Die Ausstellung „Tiere weltweit erleben“ vom 15. Oktober bis 6. November mit dem „Tag der Jagd“ und jetzt die Ausstellung „Advent im Museum“ hätten das Museumsjahr beendet.

Durch die Buchstiftung aus dem Nachlass des Heimatforscher Heinrich Dittmar (Alsfeld) mit etwa 500 Titeln und der Buchsammlung des langjährigen Fördervereinsvorsitzenden Peter Kraus mit etwa 300 Titel sowie der Bearbeitung der Buchbestände der „Vogelsberg Bibliothek“ im Museum insgesamt habe es viel Arbeit für den Archivar  Erco von Dietze gegeben. Nach Beendigung der Arbeiten habe man dann aber auch eine der größten Bibliotheken mit Vogelsberger Büchern, die im kommenden Jahr im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt werden soll.

Mit 90 Mitgliedern ist die Zahl der Mitglieder gegenüber 91 aus dem Vorjahr nahezu unverändert. Unter den 90 Mitgliedern sind sieben Vereine und Institutionen.
Bei den Vorstandswahlen wechselten die Vorsitzender Andreas Rüb und seine Stellvertreterin Heike Erbes die Ämter. Erbes wurde neue Vorsitzende und die Vertretung hat nun Andreas Rüb. Rechner Steffen Höhl und Schriftführerin Daniela Wolf wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kraft Amtes gehört Bürgermeister Edwin Schneider dem Vorstand an. Die Kassenprüfer Manfred Feineis und Hartmut Habicht wurden wiedergewählt.

Vorsitzender Andreas Rüb verabschiedet die langjährige Mitarbeiterin Doris Christof

Bürgermeister Edwin Schneider zollte dem gesamten Museumsteam Respekt für die Ausrichtung der vielen Veranstaltungen, die immer mit sehr viel Arbeit verbunden seien. Das „Museum im Vorwerk“ sei, neben dem Vogelsberggarten und dem Badebiotop, eine der wichtigsten Attraktionen von Hessens Bergstädtchen und werde auch weiterhin erhalten, obwohl es zu den sogenannten „freiwilligen Leistungen“ der Stadt zähle, da es jährlich bezuschusst werde. Die freiwilligen Leistungen stünden alljährlich beim Haushaltssicherungskonzept auf dem Prüfstand. Durch die Leistungen des Fördervereins hielten sich diese beim Museum aber in einem finanziell erträglichen Rahmen.

Nach 14-jähriger Tätigkeit verlässt Doris Christof zum 31. Dezember diesen Jahres das „Museum im Vorjahr“. Vorsitzender Rüb bedauerte dies und dankte ihr für die immer gute Zusammenarbeit. Gerade der „Herbstmarkt“ habe ihr am Herzen gelegen.
Rüb wünschte der scheidenden Mitarbeiterin alles Gute und viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg und überreichte ein Präsent.

Rüb dankte in seinem Schlusswort dem „Kinderbetreuungsteam“, dass es verstanden hätte, Kinder und Jugendliche für die Veranstaltungen des Museums zu begeistern. Dank ging auch an die beiden Kostümschneiderinnen Leni Hansmann und Maria Dierlamm für ihre wichtige Arbeit sowie an die Landfrauen Ulrichstein, Unter-Seibertenrod und Rebgeshain für die Mitwirkung bei den Großveranstaltungen. In seine Dankesworte schloss der Vorsitzende auch die Mitarbeiter der Stadt einschließlich des Bauhofes sowie des Magistrats ein, die immer mit Rat und Tat zur Seite stehen würden.