Das Museum - Ernst Eimer

Ernst Eimer

Eine Nische im Museum ist auch Ernst Eimer gewidmet, der am 14.Juli 1881 in Groß-Eichen geboren wurde.

Er erhielt seine musische Ausbildung beim Schullehrer und lernte durch seinen Vater Christian die Zeitschrift "Gartenlaube" kennen, die zahlreiche Illustrationen aufwies und Ernst Eimer mit Gemälde-Reproduktion bekannt machte. Sein zeichnerisches Talent war früh erkennbar.

Seine Familie wünschte Ernst Eimers Nachfolge in das Amt des Vaters als Rechner der Groß-Eichener Molkereigenossenschaft. Die fundierte Ausbildung hierfür sollte er in der Zentralgenossenschaft Offenbach am Main erfahren. Bereits am zweiten Tag seines Aufenthaltes in Offenbach erkundigte sich Ernst Eimer am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main nach dem Ausbildungsweg zum Kunstmaler. Nach Beendigung seiner Lehre wollte er dort das Studium beginnen - sein Vater holte ihn jedoch heim nach Groß-Eichen.

Eine Künstlerkarriere hatte er sich für seinen einzigen Sohn nicht gewünscht. Ernst Eimer bewarb sich jedoch einige Wochen später erfolgreich an der Karlsruher Kunstakademie. In den folgenden Jahren teilte er sich und seine Kraft zwischen Kunst und Landwirtschaft auf. So studierte er 1901 bei Ernst Schurth in Karlsruhe. 1903 bei Otto Seitz an der Akademie in München und schließlich wieder in Karlsruhe bei Friedrich Fehr.

Ernst Eimer schloß das Studium 1909 in Wilhelm Trübners Meisterklasse ab. Während dieser Jahre hatte er erste Reisen unternommen: in die Vogesen, den Schwarzwald und in das Allgäu. Ernst Eimer heiratete nach Beendigung seines Studiums und ließ sich in Frankfurt am Main nieder. Radierungen, Zeichnungen, Lithographien, Ölgemälde und Aquarelle bilden das malerische Oeuvre Ernst Eimers. Seine schriftstellerischen Arbeiten umfassen Dorfgeschichten, Erzählungen und Märchen.

Ernst Eimer starb am 3.Mai 1960.


"Ernst-Eimer-Stube" erhält Exponate des Museums im Vorwerk

Ernst-Eimer-Stube

Die Original-Staffelei mit Palette und einen Regenschirm von Ernst-Eimer übergaben jetzt Andreas Rüb vom Förderverein „Museum im Vorwerk“ in Ulrichstein und dessen Vorgänger Peter Kraus an Ruth Neeb, die die „Ernst-Eimer-Stube“ in der Lohgasse in Groß-Eichen. [mehr...]