Aquarell-Ausstellung

Pressebericht zur Ausstellungseröffnung

Text und Bilder: Dieter Graulich

Ausstellung „Aquarelle…Aquarelle“ im „Museum im Vorwerk“  eröffnet

Das Aquarell steht meist am Anfang jedes Malens
Kunstausstellungen im Museum haben eine gute Tradition

„Es ist nicht die erste Ausstellung von Renate Seifert-Rüsche hier in der Ständerhalle des Museum im Vorwerk“, stellte Andreas Rüb, Vorsitzender des Fördervereins am Samstagmittag bei der Eröffnung von „Aquarelle…Aquarelle“ fest und verwies auf die erste Ausstellung mit dem Titel „Ansichten“ und der Präsentation von rund 50 ihrer Kunstwerke in 2007.

Im Jahr darauf habe sie sich an der gemeinsamen Kunst-Ausstellung „Heimische Künstler stellen sich vor“ beteiligt. Im Jahr 2012 sei sie dann gleich mit zwei verschiedenen Ausstellungen im Museum vertreten gewesen. Einmal mit der Ausstellung „Auf den Hund gekommen“, die sich mit dem „Hund als bestem Freund des Menschen“ beschäftigte  und zum zweiten mit dem Titel „Die Bären sind los – für Jung und Junggebliebene“ – eine Veranstaltung rund um das Thema „Teddybären“, die unser aller Kindheit angesprochen habe.

Gäste der Eröffnung

„Diese thematisch verschiedenartigen Ausstellungen lassen eine mannigfaltige Kreativität und künstlerische Vielfältigkeit erkennen, die Frau Seifert-Rüsches Wirken auszeichnen“, so Rüb weiter.
Neben den Ausstellungen habe die Künstlerin aus dem Stadtteil Feldkrücken  zahlreiche Mal- und Bastelkurse, vor allem mit Kindern, geleitet und durchgeführt.
Bei ihrer Teilnahme an den Herbstmärkten unterstützte sie das Museum tatkräftig bei den Tombola-Veranstaltungen. Für all diese Dienste sprach der Vorsitzende Dank und Anerkennung aus.
Kunstausstellungen in der Ständerhalle des Museums im Vorwerk haben eine gute Tradition, denn der Förderverein Museum im Vorwerk e.V. hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, heimischen, zum Teil noch nicht so bekannten Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit vorzuführen. Gleichzeitig aber sollen die Besucher auch die Gelegenheit haben, mit den Künstlern zu sprechen, um zum Beispiel auch die Möglichkeit des Ankaufs der ausgestellten Werke nutzen zu können. Somit haben diese Ausstellungen einen doppelten Sinn“, betonte Rüb in seinen weiteren Ausführungen.

Die Ausstellerin Frau Renate Seifert-Rüsche
Die Ausstellerin Frau Renate Seifert-Rüsche

„Das Malen mit wasserlöslichen Farben gehört zu den ältesten bekannten Maltechniken. Bereits die Höhlenmalerei ist unter Einsatz von einfachen Pinseln und mit Wasser und in Fett gelöstem Hämatit oder Holzkohle entstanden“, so 1. Stadtrat Werner Funk in seinem Grußwort. Aus dem alten Ägypten kenne man bemaltes Papyrus und aus dem asiatischen Raum seien Bilder und Kalligraphien mit wasserlöslichem Tusch entstanden.
Die Aquarellmalerei im engeren Sinne habe sich seit dem 9.Jahrhundert n.Chr. kontinuierlich entwickelt. Der bekannte Maler Albrecht Dürer (1471 – 1528) und auch Rembrandt hätten Aquarelle vor allem zu Studienzwecke oder zur Vorbereitung von ihren Ölbildern gebraucht. Eine breite Anerkennung von der Aquarell-Malerei sei aber erst im 18.Jahrhundert entstanden.
„In den allermeisten Fällen steht das Aquarell am Anfang jedes Malens. Mit Farbkasten, Pinsel und Wasser malen kleine Kinder daheim, im Kindergarten und in der Schule. Weil das so ist, glaubt man vielleicht, dass diese Maltechnik auch kinderleicht sei“, so Funk. Aber das Aquarell sei nicht nur der Anfang, sondern auch die Krone jedes Malens.

In Künstlerkreisen sage man, dass das Aquarell eine der schwierigsten künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten sei und man sich ein Leben lang damit beschäftigen könne und trotzdem nicht so weit komme, dass es nicht mehr besser ginge. Das Aquarell gelt gemeinhin als eine sehr gut geeignete Form, Eindrücke spontan und wirkungsvoll festzuhalten. Es sei ideal, um Raum und Licht, Landschaften und Städte ausdrucksvoll festzuhalten und die guten Eigenschaften des Aquarells für sich zu nutzen.
Transparenz und Leichtigkeit und der Einfall des Lichtes prägten die Malerei und selbst nüchterne und sachliche Themen, wie zum Beispiel ein Steinbruch oder eine Straßenansicht, wirkten auf einmal verträumt und die Romantik vertreibe ein bisschen die Realität. „Diese Eigenschaften lassen sich sicherlich auch in den Kunstwerken von Frau Seifert-Rüsche wiederfinden“, betonte der 1. Stadtrat und appellierte sich in den nächsten Wochen diese Ausstellung anzusehen: „Schenken Sie unserer heimischen Künstlerin Ihr Wohlwollen und überlegen Sie Sich, ob das eine oder andere Werk nicht doch geeignet erscheint, zur Verschönerung Ihrer heimischen „vier Wände“ beizutragen!“

Rundgang durch die Ausstellung
Rundgang nach der Eröffnung mit Künstlerin Renate Seifert-Rüsche, 1. Stadtrat Werner Funk, Vorsitzender Andreas Rüb und Ehemann Reinhold Rüsche (v.links)

„In der Aquarellmalerei gibt es viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel ein Bild fertig malen, unter den Wasserhahn halten und trocknen lassen. Sie werden überrascht sein, was daraus entsteht“, so die Künstlerin in ihren abschließenden Ausführungen.

Für das kommende Jahr plant sie im Museum einen Kurs „Aquarellmalerei für Anfänger“ anzubieten. Das Datum müsse noch abgestimmt werden.
Nach einem Rundgang gab es Kaffee und Kuchen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. November zu sehen.

Einen „Schautag Kunsthandwerk“ gibt es am 26. Oktober im „Museum im Vorwerk“ und der 10. Ulrichsteiner Gespensterball ist für den 2. November geplant.